Heftserien: RONCO – Tagebücher

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RONCO – Die Neuauflage der Tagebücher

Hinter den Kulissen der RONCO-Redaktion – Erinnerungen von Chef-Autor Dietmar Kuegler


[wp-svg-icons icon=“eye“ wrap=“i“] Historische Fehler nach 50 Jahren ausgebessert!

In der 1970er-Jahre Kultserie RONCO berichtete der Titelheld ab Band 100 in jeder 5. Ausgabe in der Ich-Form über seine Jugendabenteuer. Dabei wurden tatsächliche Ereignisse der US-Pioniergeschichte (Bürgerkrieg, Pony Express, Indianerkriege etc.) thematisiert. Mastermind Dietmar Kuegler lieferte damals die Exposés und einen großen Teil der Romane. Für die Neuauflage hat er einige der Romane bis zu 50 Prozent umgeschrieben!

Seit 2019 werden die RONCO TAGEBÜCHER im TB-Format vom Blitz Verlag neu aufgelegt. In jedem Band zwei Romane. Insgesamt also alle 60 ehemaligen Sonderbände in 30 Ausgaben. Dabei tauchen auch Pseudonyme auf, die es ursprünglich in der Serie gar nicht gegeben hat: Steve Cooper, Alexander Stephenson, John Adams. Hinter all diesen Namen verbirgt sich ebenfalls Kuegler.

Die Autoren hatten keine Ahnung vom Western!
„Ich habe die alten Manuskripte gelegentlich um bis zu 50 % umgearbeitet. Daher war es angemessen, den Autorennamen zu ändern“, erklärt Kuegler. „Ich will niemandem nachträglich auf den Schlips treten, aber es gab Autoren, die mit einigen historischen Fakten nicht zurechtkamen, z.B. nicht mal wussten, warum in den USA ein Bürgerkrieg geführt wurde. Wir hatten welche dabei, die eher im Bereich Horror, Fantasy, SF oder Krimi unterwegs waren und denen Aufträge gegeben wurden, weil sie gute, routinierte Schreiber waren. Sie hatten nur keine Ahnung vom Western.“

Manitou und Wigwams erzeugten Bauchschmerzen!
„Damals habe ich diese Manuskripte gar nicht gesehen; das war nicht meine Aufgabe. Heute muss ich all diese Dinge ausbügeln. Zuletzt hatte ich einen Roman in der Bearbeitung, in dem der Autor ständig Apachen und Comanchen verwechselt hat. Dass die Apachengruppen in Grenznähe in Wickiups (Grashütten) lebten, hatte er anscheinend noch nie gehört. Er hat sie in Wigwams gesetzt, die im östlichen Waldland üblich waren. Und sie beteten zum „großen Manitou“ – ich habe Bauchschmerzen gekriegt.“

Soldaten kämpfen in der Neuauflage mit anderen Waffen!
„Da tauchten Begriffe wie ein „Remington-Colt“ auf, und ein Spencer-Karabiner wurde wie eine Winchester beschrieben. Dabei benutzten Soldaten der Indianerkriege Springfield-Trapdoor-Modelle und keine Henry-Gewehre oder Winchester. Dass es bis in die 1870er Jahre nur Perkussionsrevolver gab und keine Patronenwaffen, wie man sie aus Filmen kennt, war auch nicht allen geläufig.“

Wer kommandiert ein Fort? Wirrwarr bei den Dienstgraden!
„Wenn kleine Forts im Fernen Westen der Schauplatz waren, haben diese Autoren immer Colonels als Kommandanten eingesetzt. Aber ein Colonel war üblicherweise ein Regimentskommandeur. In diesen Forts waren manchmal nur ein oder zwei Kompanien stationiert. Dann war tatsächlich ein Captain, allenfalls ein Major der Kommandant.“

Unterbezahlte Lektoren & Fließbandarbeit!
„Ein sogenannter Außenlektor, der die Manuskripte bearbeitete, bekam ca. 1,50 DM pro Seite. Ich glaube, bei RONCO wurde 1,80 DM bezahlt. Kein Wunder, dass manche „Bolzen“ übersehen wurden, weil der Mensch wahnsinnig schnell arbeiten musste, damit sich dieser Job lohnte. Das waren pro Manuskript zwischen 150 und 170 DM. Davon hätte kein Mensch leben können, also waren die meisten Bearbeiter auch Schreiber. Das lief parallel. Da wurden dann manchmal nur Tippfehler ausgemerzt.“

Rückblick: Arbeiten unter Druck!
„Ich habe sehr schnell geschrieben“, erinnert sich der Autor. „Im Prinzip formuliere ich immer noch direkt in die Tastatur, wie in alten Tagen mit der Schreibmaschine, ohne hinterher etwas zu ändern. Im Rückblick muss ich auch manchmal sagen – unglaublich, wie es damals zuging, unter welchem Druck wir gearbeitet haben. Und wir hatten keine Computer. Ich habe alle Original-Exposés hier und sogar noch manche Roman-Durchschläge. Wie das aussah, kann man sich heute kaum noch vorstellen.“

[wp-svg-icons icon=“eye“ wrap=“i“] Neue RONCO-Romane als Serien-Abschluss

Mit den TBs 31-34 bringt Autor Alfred Wallon die RONCO-Saga nach ca. 40 Jahren zu einem Abschluss.

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[wp-svg-icons icon=“camera“ wrap=“i“] COVER-GALERIE – Originale (5 Bilder)

Cover-Beispiele der Original RONCO-Tagebücher…

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[wp-svg-icons icon=“file-3″ wrap=“i“] RONCO-Tagebücher (Neuauflage)

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RONCOS Welt

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[wp-svg-icons icon=“camera“ wrap=“i“] COVER-GALERIE (32 Bilder)

Alle Cover der Neuauflage im Blitz Verlag…

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